Der Botanische Garten Hamburg – Loki-Schmidt-Garten

Ein Spaziergang durch schöne Orte weckt stets Neugier, Begeisterung für neue Orte und die Natur. Hamburg bietet zahlreiche idyllische Plätze, die es ermöglichen, der städtischen Hektik zu entfliehen und die Natur zu genießen. Für Garten- und Pflanzenliebhaber ist der Botanische Garten Hamburg, auch bekannt als „Klein Flottbek“, ein absolutes Muss. Mehr dazu auf hamburgname.eu.

Am 23. Oktober 2012 wurde der Botanische Garten zu Ehren der verstorbenen Loki Schmidt, Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, umbenannt. Obwohl der neue Name etabliert ist, bleibt der alte unter den Hamburgern weiterhin geläufig.

Geschichte des Botanischen Gartens

Die Geschichte des Gartens reicht bis zu seiner Gründung im Jahr 1821 zurück. Johann Georg Christian Lehmann, unterstützt vom technischen Direktor Johann Heinrich Ohlendorff, legte den Grundstein für den Garten. Ursprünglich umfasste er eine Fläche von 2,5 Hektar, wurde jedoch im Laufe der Jahre erweitert.

1857 beschlossen die Stadtväter, den Garten in ein staatliches Institut umzuwandeln. 1919 wurde er der Universität Hamburg unterstellt. Bis in die 1970er Jahre befand sich der Garten innerhalb der Hamburger Wallanlagen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein großer Teil des Gartens zerstört.

Nach dem Wiederaufbau und der Restaurierung wurden zahlreiche Gewächshäuser errichtet. 1973 wurde die heutige Anlage des Gartens fertiggestellt, die offiziell 1979 eröffnet wurde. Die Gewächshäuser blieben an ihrem ursprünglichen Standort, der heute als „Alter Botanischer Garten Hamburg“ bekannt ist. Deshalb wird der Botanische Garten manchmal auch „Neuer Botanischer Garten“ genannt.

Einzigartige Gestaltung und Besonderheiten

Der Garten erstreckt sich über eine weitläufige Fläche und umfasst zahlreiche Abteilungen wie „Pflanzengeographie“, „Pflanzen und Menschen“ und „Pflanzensystematik“. Auf 75 Beeten sind Pflanzen so angeordnet, dass Besucher die Verwandtschaftsbeziehungen der Pflanzen verstehen können. Ein Rosengarten zeigt Pflanzen entlang ihrer Entwicklungslinien, mit Wildrosen auf einem Hügel und modernen Sorten an dessen Fuß. Zudem gibt es Moore, Dünen sowie chinesische und japanische Gärten.

Besucher können Zier- und Nutzpflanzen sowie giftige Pflanzenarten bestaunen. Es gibt thematische Bereiche wie Bauern-, Bibel- und Gemüsegärten. Ein Hauptweg führt durch den gesamten Garten und entlang eines Teiches. Ein Rundweg endet am Loki-Schmidt-Haus, das auch als Museum dient, und führt zurück zum Eingang. Die „Grüne Schule“ bietet spezielle Räume mit experimentellen Pflanzen, die vom Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und dem Fachbereich Biologie der Universität Hamburg betrieben wird.

In der Pflanzenanlage befinden sich Gewächshäuser mit Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen. Einige Gebäude bieten speziell angepasste Klimabedingungen für bestimmte Pflanzen. Seit 2009 steht vor den Gewächshäusern ein Gebäude in Form eines blauen Würfels. Im „Loki-Schmidt-Haus“ befindet sich zudem ein Museum für Nutzpflanzen, dessen Sammlung mehr als 50.000 Pflanzenarten umfasst. Zu sehen sind Pflanzen, die vom Menschen genutzt werden, ihre Produkte und die verschiedenen Verarbeitungsstufen.

Zugänglichkeit des Gartens

Der Botanische Garten empfängt seine Gäste mit einer weitläufigen grünen Zone, die sofort beeindruckt. Die Anfahrt ist unkompliziert: Mit der S-Bahn S1 oder S11 bis zur Station „Klein Flottbek“ oder mit den Bussen 21 und Metrobus 15. Alternativ kann man die Fähre der Linie 62 bis zur Station „Teufelsbrück“ nehmen.

Der Botanische Garten ist ein friedlicher Ort, um sich zu erholen, Pflanzen zu entdecken und mehr über deren Entwicklung und Kultivierung zu erfahren. Der Eintritt ist kostenlos, und die zentrale Lage ermöglicht eine schnelle Weiterreise zu anderen Hamburger Sehenswürdigkeiten.

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