Wilhelmsburger Inselpark

Park · Hamburg · ⭐ 9.1/10 · 5362 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-04 15:55:37

Adresse: Am Inselpark, 21109 Hamburg, Deutschland

Wilhelmsburger Inselpark — der Gartenschau-Park, der geblieben ist

Die meisten Gartenschauen verschwinden mit ihrem letzten Besuchstag. In Wilhelmsburg passierte das Gegenteil: Als die internationale gartenschau im Herbst 2013 schloss, wurde das Gelände am 14. Oktober als Wilhelmsburger Inselpark frei zugänglich gemacht — rund 100 Hektar mitten auf der größten Flussinsel Europas. Geblieben sind nicht nur Wiesen und Themengärten, sondern eine seltene Dichte an fester Infrastruktur: Schwimmhalle, Sporthalle, Kletterzentrum, Hochseilgarten, Skatepark und ein Ausstellungshaus zum Thema Wald. Der Park ist dadurch weniger Schaugarten als Betriebsanlage für Freizeit — und genau das unterscheidet ihn von allen anderen großen Grünflächen Hamburgs.

Höhepunkte

  • Nordwandhalle — Kletterzentrum mit rund 3.500 Quadratmetern Kletterfläche drinnen und draußen, insgesamt etwa 4.500 Quadratmetern Wand, mehr als 320 Routen und 120 Boulderproblemen.
  • Schwimmhalle Inselpark — im März 2013 eröffnet und in nur 18 Monaten gebaut; ein modernes Hallenbad direkt am Parkeingang, unabhängig vom Wetter nutzbar.
  • Inselparkhalle — während der igs 2013 Schauplatz der Blumenschauen, danach zur Dreifeld-Sporthalle mit rund 3.000 Sitzplätzen umgebaut und heute Spielstätte für Profisport.
  • Wälderhaus — Ausstellungsgebäude mit dem Science Center Wald über die Wälder Hamburgs und Norddeutschlands, dazu Hotel und Restaurant unter einem Dach.
  • Kuckucksteich — der ruhige Wasserkern des Parks mit Ufersitzstufen und Schilfzonen; dieser Bereich wurde direkt nach dem Ende der Gartenschau freigegeben.
  • Skatepark und Discgolf-Parcours — die Skateanlage bietet Street- und Vert-Elemente, dazu kommen Beachvolleyballfelder und ein Discgolf-Kurs über die offenen Wiesen.

Was dich erwartet

Der Inselpark ist kein Neubau auf leerer Fläche: Wiesen, Kleingärten, Biotope und Waldstücke, die es lange vor der Gartenschau gab, wurden in den Entwurf übernommen und mit rund 200 neu gepflanzten Bäumen ergänzt. Deshalb wirken manche Ecken gewachsen und andere ausgesprochen jung. Dazwischen laufen breite, gut befestigte Wege, die sich für Laufrunden und Räder eignen.

  • Themengärten aus der Zeit der Gartenschau, die dauerhaft erhalten blieben.
  • Große offene Liegewiesen mit ausgewiesenen Picknick- und Grillbereichen.
  • Ein Hochseilgarten für Kletterei ohne Vorerfahrung.
  • Kanuverleih für Fahrten auf den Wasserläufen des Parks.
  • Mehrere Spielplätze mit unterschiedlichen Geräteschwerpunkten.
  • Gastronomie am Wasser sowie ein saisonal geöffneter Kiosk.

Was man unternehmen kann — und für wen

  • Für Kletterer — die Nordwandhalle deckt mit über 320 Routen und 120 Bouldern Anfänger bis Fortgeschrittene ab, drinnen wie draußen.
  • Für Familien mit Schulkindern — Schwimmhalle, Spielplätze, Hochseilgarten und Wasserflächen liegen so dicht beieinander, dass ein ganzer Tag ohne Auto funktioniert.
  • Für Jugendliche — Skatepark mit Street- und Vert-Bereich, Beachvolleyball und Discgolf sind kostenfrei nutzbar und ziehen bei gutem Wetter eigene Szenen an.
  • Für Naturinteressierte — das Science Center Wald im Wälderhaus erklärt die Wälder der Region an Exponaten und Entdeckerstationen, nicht nur an Tafeln.
  • Für Läufer — die Wege sind breit, flach und schleifenförmig angelegt; der Park eignet sich für wiederholbare Runden statt für einmalige Spaziergänge.
  • Für Sportzuschauer — die Inselparkhalle mit rund 3.000 Plätzen bringt an Spieltagen Hallenatmosphäre in einen Park.

Anfahrt & Praktisches

Der Inselpark liegt im Stadtteil Wilhelmsburg, Bezirk Hamburg-Mitte, auf der Elbinsel zwischen Norder- und Süderelbe. Die Anreise ist unkompliziert: Die S-Bahn-Station Wilhelmsburg wurde im Zuge der Gartenschau neu gestaltet und liegt in Gehweite zum Park; mehrere Buslinien halten an den Rändern. Der Park selbst kostet keinen Eintritt und ist frei zugänglich. Eigene Preise und Öffnungszeiten haben nur die Einrichtungen: Schwimmhalle, Nordwandhalle, Hochseilgarten, Kanuverleih, Science Center Wald sowie Veranstaltungen in der Inselparkhalle. Für eine Runde durch den Park mit Kuckucksteich und Themengärten reichen anderthalb bis zwei Stunden. Wer eine der Sportanlagen nutzt, plant besser einen halben Tag ein. Hunde müssen an der Leine geführt werden, ausgewiesene Freilaufflächen gibt es nicht. Grillen ist nur auf den dafür gekennzeichneten Bereichen erlaubt. Als Ergänzung bietet sich der Energieberg Georgswerder an — die begrünte ehemalige Deponie im Nachbarquartier gehört nicht zum Park, liefert aber einen der weitesten Rundblicke über den Hamburger Süden.

Wann besuchen

Im Frühjahr sind die Themengärten am interessantesten, weil die Struktur der Gartenschau-Pflanzungen vor dem vollen Laub noch klar erkennbar ist. Der Sommer ist die Hauptzeit: Liegewiesen, Grillplätze, Beachvolleyball, Discgolf und Kanuverleih laufen parallel, und der Park füllt sich vor allem an Wochenenden. Der Herbst gehört den Laufrunden und dem Kuckucksteich — Schilf und Ufergehölze färben sich, und die breiten Wege bleiben auch bei Nässe gut begehbar. Im Winter verschiebt sich alles nach drinnen, und hier liegt der eigentliche Vorteil dieses Parks gegenüber allen anderen: Schwimmhalle, Kletterzentrum, Sporthalle und Science Center Wald sind wetterunabhängig, sodass ein Besuch auch bei Regen und Dunkelheit ein volles Programm ergibt.

Gut zu wissen

Der Park ist das Ergebnis eines städtebaulichen Doppelprojekts: Die internationale gartenschau igs 2013 und die zeitgleiche Internationale Bauausstellung sollten Wilhelmsburg — lange als abgehängter Stadtteil südlich der Elbe wahrgenommen — dauerhaft aufwerten. Anders als bei vielen Gartenschauen wurde die Nachnutzung von Anfang an mitgeplant. Deshalb entstanden Bauten, die nach der Schau eine zweite Funktion bekamen: Die Inselparkhalle diente 2013 den Blumenschauen und wurde anschließend zur Dreifeld-Sporthalle mit rund 3.000 Sitzplätzen umgebaut. Die Schwimmhalle war schon im März 2013 fertig, gebaut in nur 18 Monaten. Das Wälderhaus vereint Ausstellung, Hotel und Gastronomie in einem Haus. Am 14. Oktober 2013 wurde das Gelände als Wilhelmsburger Inselpark freigegeben, mit Ausnahme der Flächen, die noch umgebaut wurden; der Bereich um den Kuckucksteich war sofort offen. Bestehende Kleingärten, Biotope und Waldstücke blieben erhalten und wurden um rund 200 neue Bäume ergänzt. Dass der Park auf der größten Flussinsel Europas liegt, prägt auch sein Wasser: Die Gräben und Teiche gehören zum Entwässerungssystem der Elbinsel und sind kein Dekor.

Besuchertipps

  • Bei schlechtem Wetter zuerst kommen, nicht zuletzt: Schwimmhalle, Nordwandhalle und Science Center Wald machen den Inselpark zum einzigen Hamburger Park mit vollem Regenprogramm.
  • Für den Discgolf-Kurs und den Skatepark eigene Ausrüstung mitbringen; beide Anlagen sind frei nutzbar, aber ohne Verleih vor Ort.
  • Den Besuch mit dem Energieberg Georgswerder im Nachbarquartier kombinieren — der Aussichtsweg auf der begrünten Altdeponie erklärt die Landschaft, durch die man gerade gelaufen ist.

Fragen & Antworten

Kostet der Inselpark Eintritt? Nein, der Park ist frei zugänglich. Bezahlt werden nur einzelne Einrichtungen wie Schwimmhalle, Kletterzentrum, Hochseilgarten, Kanuverleih und Science Center Wald.

Wie groß ist der Park? Rund 100 Hektar auf der Elbinsel Wilhelmsburg, der größten Flussinsel Europas.

Was ist von der Gartenschau übrig? Der Park selbst, die Themengärten, die Wege und die Bauten. Die igs 2013 endete im Oktober 2013, das Gelände wurde am 14. Oktober 2013 als öffentlicher Park freigegeben.

Wie kommt man hin? Über die S-Bahn-Station Wilhelmsburg, die für die Gartenschau neu gestaltet wurde und in Gehweite liegt; zusätzlich halten mehrere Buslinien an den Parkrändern.

Lohnt sich der Park bei Regen? Ja, mehr als jeder andere große Park der Stadt. Schwimmhalle, Nordwandhalle, Inselparkhalle und das Science Center Wald funktionieren unabhängig vom Wetter.

Kann man hier klettern? Ja. Die Nordwandhalle bietet rund 3.500 Quadratmeter Kletterfläche innen und außen, insgesamt etwa 4.500 Quadratmeter Wand, mehr als 320 Routen und 120 Boulder. Dazu kommt ein Hochseilgarten im Park.

Darf man grillen? Ja, auf den ausgewiesenen Grill- und Picknickflächen.

Sind Hunde erlaubt? Ja, an der Leine. Ausgewiesene Hundeauslaufflächen gibt es im Inselpark nicht.

Gästebewertungen

  1. Nazar and Nastia tv

    Einfach ein toller Eindruck. Alles ist tadellos.

  2. vitaliy byts

    Hat mir sehr gefallen. Ruhig, Radwege

  3. Evgeny Naida

    Ein moderner Park, schön gestaltet, sieht wirklich ansehnlich aus.

  4. Александр Карандевич

    Es gibt keine einzige Klimmzugstange und keinen Barren!

Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-04 15:55:37

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: hamburgname.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

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