Unweit der lebhaften Großstadt Hamburg liegt das Naturschutzgebiet „Duvenstedter Brook“. Bewohner und Touristen kommen hierher, um die Stille der Natur zu genießen, unberührte Landschaften zu erleben und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Mehr dazu auf hamburgname.eu.
In diesem faszinierenden Naturgebiet kann man Füchse, Kraniche und Hirsche sehen, die die Wege des Parks kreuzen und im Wohldorfer Wald verschwinden, dem ältesten Wald Hamburgs. Im Sommer kann man Schmetterlinge, Heuschrecken, Reptilien und Amphibien entdecken.
Die Geschichte des Naturschutzgebiets
Die Geschichte des „Duvenstedter Brook“ reicht bis in die Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren zurück, als die heutige Landschaft begann, sich zu formen. Zunächst wuchsen Birkenwälder, später folgten andere Baumarten. Vor etwa 4000 Jahren begannen Menschen, das Land zu nutzen, wodurch große Waldflächen verloren gingen. Im Mittelalter wurden Wälder für Weiden gerodet, und in den letzten zwei Jahrzehnten führte der Torfabbau zu einem Rückgang der Moorgebiete.
1958 wurde „Duvenstedter Brook“ auf Initiative des Politikers Max Brauer zum Naturschutzgebiet erklärt, nachdem seine Einzigartigkeit nachgewiesen wurde. Heute wird das Gebiet vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) geschützt.
Ein Ort der Ruhe
Der „Duvenstedter Brook“ ist mit 785 Hektar das zweitgrößte Naturschutzgebiet Hamburgs, was etwa der Fläche von 1100 Fußballfeldern entspricht. Es grenzt an den Wohldorfer Wald, das Schutzgebiet „Hansdorfer Brook“ und die Niederung Ammersbek-Hunnau. Besucher können hier Moore, Wiesen, Wälder und Bäche genießen, in denen über 100 Vogelarten, 600 Pflanzenarten und zahlreiche andere Tiere leben.
Die Moorflächen des Gebiets hemmen das Wachstum von Bäumen durch den sauren Boden, wodurch feuchte Standorte mit blühender Heide entstanden sind. Im Frühling verwandeln weiße Blüten die Landschaft in ein beeindruckendes Panorama. Auf den Wiesen sind Kraniche zu sehen, die mit ihren Balztänzen und lautem Ruf die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch seltene Vogelarten wie der Bekassine und der Wachtelkönig, dessen Ruf abends zu hören ist, leben hier.

Im Sommer färbt die blühende Heide die Wiesen in gelb-grüne Töne. Zugvögel wie der Habichtskauz ziehen im September nach Afrika, und der seltene Blaue Moorfalter fliegt über die Heide. Bäche bieten Lebensraum für Frösche, Kriechtiere und Molche, während Reiher ab Februar bis Juli ihre Brutzeit haben.
Ein Märchenwald
Ein großer Teil des Gebiets wird „Feuchtwald“ genannt. Hier leben Wildschweine, Marder und Dachse in nährstoffreichen Böden. Besucher werden gebeten, auf markierten Wegen zu bleiben und sich ruhig zu verhalten, um die Natur nicht zu stören. Ein Fernglas wird empfohlen, um Vögel besser beobachten zu können. Hunde sind im Naturschutzgebiet, selbst an der Leine, nicht erlaubt.
Ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch des „Duvenstedter Brook“ und des Wohldorfer Waldes ist das Informationszentrum „BrookHus“. Hier gibt es Ausstellungen, Vorträge und Informationen über das Gebiet und seine Tierwelt. Im NABU-Shop können Bücher, Broschüren, Nistkästen und andere Artikel erworben werden.
Das Naturschutzgebiet ist leicht erreichbar: Mit dem Auto dauert die Anreise etwa eine Stunde, und es gibt auch Bus- und Bahnverbindungen. Es lohnt sich, Zeit einzuplanen und den „Duvenstedter Brook“ zu besuchen.
