Die Geschichte der Hamburger Insel Neuwerk

Die Stadt Hamburg ist einzigartig, nicht nur wegen ihrer Uferpromenade, sondern auch, weil sie eine eigene Insel besitzt. Die Rede ist von der Insel Neuwerk, die Teil des Stadtteils Hamburg-Mitte ist. Neuwerk ist ein kleines Dorf im Nationalpark Wattenmeer. Mehr dazu auf hamburgname.eu.

Besucher können auf Neuwerk viel über die Insel erfahren und die einzigartige Natur des Nationalparks genießen. Besonders in der Hochsaison zieht die Insel viele Menschen an, die die unberührte Natur erleben möchten.

Die Besonderheiten der Insel

Neuwerk liegt nordwestlich von Cuxhaven. Man kann die Insel entweder mit einem Schiff erreichen, das einmal täglich fährt, oder bei Ebbe zu Fuß über das Watt. Die Insel wird von Volker Griebel betreut, der als Bindeglied zwischen den Bewohnern und der Verwaltung fungiert. Interessant ist, dass Neuwerk sowie die benachbarten Inseln Nigehörn und Scharhörn zu Hamburg gehören und nicht zu Niedersachsen.

Die größte Sehenswürdigkeit der Insel ist der älteste Bau Hamburgs – der Leuchtturm von 1310. Um die Schifffahrtswege sicherer zu machen, erhielten die Hamburger 1299 die Erlaubnis der sächsischen Herzöge, Gebäude zu errichten. Der Leuchtturm Neuwerk, der 100 Kilometer vom Hamburger Rathaus entfernt liegt, wurde daraufhin gebaut. Er ist 45 Meter hoch und bietet eine beeindruckende Aussicht.

Die Geschichte des Turms ist lang. Im 14. Jahrhundert wurde der erste hölzerne Turm errichtet, der jedoch durch ein Feuer zerstört wurde. Daraufhin entstand ein viereckiger Backsteinbau. Der Turm diente zunächst der Verteidigung Hamburgs gegen Piraten, später als Leuchtturm. Der Leuchtturm wurde 1814 in Betrieb genommen, ist heute noch funktionstüchtig, wird aber nicht mehr genutzt. Aktuell wird das Bauwerk renoviert, um dort ein Hotel, eine Hochzeitssuite und ein Restaurant einzurichten.

Auf Neuwerk gibt es zudem zwei Schulgebäude, eine Schule, einen Zeltplatz, Gästehäuser, Hotels und ein Bernsteinhaus-Museum. Ein Teil der Insel ist aufgeschüttet, während andere Bereiche vom Wattenmeer überschwemmt werden. Einige wenige Meter über dem Meeresspiegel befinden sich Häuser mit Unterkünften für Besucher und einer Poststation.

Da die Insel klein ist, treffen sich die Bewohner oft vor dem einzigen Laden oder im ehemaligen Garten. Eine richtige Uferpromenade oder einen Sandstrand gibt es nicht, doch bei Flut bilden sich nahe der Radarstation kleine Badeinseln. Kinder können im Watt Krebse sammeln und spielen, auch wenn Sandburgen hier nicht möglich sind. Ein Spaziergang rund um die Insel dauert etwa eine Stunde auf dem Hauptdeich.

Spaziergänge auf der Insel

Viele Touristen besuchen Neuwerk für Tagesausflüge, aber Übernachtungen sind ebenfalls möglich. Besonders reizvoll ist eine zehn Kilometer lange Wattwanderung von Cuxhaven nach Sahlenburg, die etwa drei Stunden dauert. Wer diese Wanderung allein unternimmt, sollte die Gezeiten genau kennen. Sicherer ist eine geführte Tour.

Eine weitere Attraktion ist die Fahrt mit Pferdewagen über den Meeresboden – eine klassische und einzigartige Art, die Insel zu erkunden, da es auf Neuwerk keine Autos gibt. Ein weiteres Highlight ist der „Friedhof der Namenlosen“, auf dem Menschen begraben sind, die vom Meer angespült wurden. Heute finden alle Bestattungen auf dem Festland statt.

Neuwerk ist Teil des Hamburger Nationalparks Wattenmeer und ein UNESCO-Weltnaturerbe. 1990 wurde der Nationalpark gegründet. Im Haus Neuwerk können Besucher die Geschichte der Insel anhand interaktiver Ausstellungen über die Flora und Fauna der Region erleben. Außerdem gibt es spezialisierte und künstlerische Ausstellungen.

Ein Besuch auf der Insel Neuwerk lohnt sich. Neben Spaziergängen und Vogelbeobachtungen sollte man auch einen Ausflug ins Salzwiesengebiet einplanen und unvergessliche Erinnerungsfotos machen.

Get in Touch

....... . Copyright © Partial use of materials is allowed in the presence of a hyperlink to us.