Die Luftqualität ist von großer Bedeutung, da der Mensch saubere und hochwertige Luft benötigt. Experten berichten regelmäßig, dass sich die Luftqualität in vielen Regionen Deutschlands, einschließlich Hamburg, deutlich verbessert hat. Dennoch bleibt die Belastung durch Stickstoffoxide in Metropolen weiterhin hoch.
Hamburg bemüht sich, für das Wohl seiner Bürger zu sorgen, und hat innovative Systeme zur Luftmessung eingeführt. Informationen über Luftmessstationen sind frei zugänglich, sodass die Bewohner immer über die Luftqualität in ihrer Stadt informiert sind. Mehr dazu auf hamburgname.eu.
Luftverschmutzung
Die Bemühungen zur Kontrolle und Verbesserung der Luftqualität schreiten voran und werden von Jahr zu Jahr besser. Allerdings bleibt der Dieselverkehr die Hauptursache für Luftverschmutzung und eine anhaltende Herausforderung. Zwar stoßen moderne Dieselfahrzeuge weniger Stickstoffoxid aus, doch diese Schadstoffe sind nach wie vor gefährlich für Allergiker, Menschen mit Behinderungen, Asthmatiker und ältere Personen.
Rund 60 % der Fahrzeuge in Hamburg werden von Dieselmotoren angetrieben. Moderne Diesel-PKW mit den Emissionsstandards „Euro 6d-TEMP“ und „Euro 6d“ stoßen deutlich weniger Stickstoffoxide aus. Dennoch liegt Hamburg laut Berichten mit einem jährlichen Durchschnitt von 54 µg/m³ NO₂ über den zulässigen Grenzwerten, was von den Behörden aufmerksam verfolgt wird.
Warum wird die Luftqualität in Hamburg gemessen?
Die Luft in Hamburg wird durch Kraftwerke, Industrie, Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr beeinflusst. Auch Feuerstellen in Häusern und Heizsysteme tragen zur Belastung bei. Hamburgs zahlreiche Unternehmen, Verkehrsmittel und Heizsysteme setzen Schadstoffe frei. Diese können sich über weite Entfernungen ausbreiten, chemisch umwandeln und in Regen oder Staubpartikeln ansammeln, bevor sie über Gewässer, Pflanzen und Nahrungsketten auf den Menschen einwirken.
Die Konzentration von Schadstoffen bestimmt, wie stark sie Menschen, Gebäude oder Pflanzen schaden. Meistens sind die Werte gering und hinterlassen nur Spuren auf Oberflächen, ohne direkte gesundheitliche Auswirkungen. Die Dauer der Belastung spielt jedoch eine Rolle, wie in jährlichen Berichten über Waldschäden nachzulesen ist.
Innovationen bei der Luftmessung
Die Luftmessnetze in Hamburg werden kontinuierlich modernisiert. So wurde die seit 1985 in Betrieb befindliche Messstation im Stadtteil Billbrook stillgelegt, während im Stadtteil Heimfeld die neue Station Hamburg-Niendorf aufgebaut wurde. Stündliche Berichte über die Luftqualität werden online veröffentlicht. Daten, die zuvor von der Station in Billbrook gesammelt wurden, werden nun durch eine Messstation am Flughafen Hamburg ersetzt.

Im Januar 2024 wurden Arbeiten an den Messstationen in der Stresemannstraße, Kieler Straße, Habichtstraße und Max-Brauer-Allee abgeschlossen. Die Stickstoffoxidkonzentrationen werden in 4 Metern Höhe und weiterhin in 1,5 Metern Höhe gemessen. Im Februar 2024 wurde die Messstation „Finkenwerder Airbus“ in einen neuen Container außerhalb des Airbus-Geländes auf einen Besucherhügel verlegt.
Hamburgs Luftmessnetz
Die Erfassung von Luftqualitätsdaten begann im Frühjahr 1984. Heute wird sie vom „Institut für Hygiene und Umwelt“ sowie dem „Hamburgischen Landesinstitut für Lebensmittelsicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltforschung“ koordiniert. Die technische Überwachung liegt beim „Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft“ (BUKEA). Das Hamburger Luftmessnetz („HaLm“) umfasst 15 Messstationen, die die Luftqualität überwachen.
