Hamburg ist bekannt für sein Engagement für ökologische Initiativen und das Bestreben, einen sauberen und komfortablen Lebensraum zu schaffen. In diesem Artikel erzählen wir von einem Service, der alte Kleidung und Abfall mit elektrischen Lastenfahrrädern sammelt, sowie von innovativen Lösungen zur Herstellung nachhaltiger Materialien, die Plastik in der Produktion von Einwegartikeln ersetzen können – ein Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Zukunft der Stadt. Mehr auf hamburgname.eu.
Moderner Ansatz zur Abfallverwertung in Hamburg

2011 erhielt Hamburg, die zweitgrößte Stadt Deutschlands mit einer Bevölkerung von mehreren Millionen, den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“. Dies überrascht nicht, denn hier trifft man viele talentierte Menschen, die außergewöhnliche Entwicklungen, insbesondere zum Umweltschutz, erfinden. Ein Beispiel dafür sind Nadine Herbrich und Alessandro Cocco, die 2018 „Recyclehero“ gründeten – einen der ersten sozialen und umweltfreundlichen Sammeldienste für Altpapier, Glas, alte Kleidung und Abfälle, der elektrische Lastenfahrräder nutzt.
Um den Service zu nutzen, brauchen die Hamburger Einwohner nur alte Kleidung, Papier, Glas oder Elektrogeräte zu sammeln und ihre Daten sowie das Abfallvolumen auf der Online-Plattform des Dienstes einzugeben. Danach können sie die Gegenstände entweder selbst zu einer Sammelstelle bringen oder den praktischen und kostenlosen Abholservice in Anspruch nehmen, der von Kurieren mit elektrischen Lastenfahrrädern durchgeführt wird.

Durch die Zusammenarbeit mit Second-Hand-Läden und Wohltätigkeitsorganisationen in Deutschland schafft „Recyclehero“ transparente, umweltfreundliche Lieferketten, die dafür sorgen, dass gebrauchte Kleidung so lange wie möglich im Umlauf bleibt. So haben die Hamburger die Möglichkeit, ihren Gegenständen ein zweites Leben zu geben, während Büros, Geschäfte und Restaurants von der oft mühsamen Abfallentsorgung entlastet werden und Teil wichtiger ökologischer Initiativen zur Abfallreduzierung und Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung werden.
Laut Nadine Herbrich, Mitgründerin von „Recyclehero“, ermöglicht die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien, die für eine zweite Nutzung geeignet sind, eine erhebliche Reduzierung der CO₂-Emissionen und trägt so zum Schutz der Umwelt bei.

Neben dem ökologischen Schwerpunkt liegt der Fokus des Unternehmens auch auf sozialer Unterstützung: Die Gründer bevorzugen die Beschäftigung sozial und finanziell benachteiligter Menschen, und die gesammelten Spenden werden für Wohltätigkeitsprojekte zur Unterstützung von Obdachlosen und Bedürftigen verwendet.
„Spurenlose Materialien“ aus Hamburg

Hamburg schreitet auf dem Weg zu einer ökologisch verantwortungsvollen Gesellschaft weiter voran. Während 2018 die Gründung des Sammeldienstes „Recyclehero“ beeindruckte, sorgte 2020 das Hamburger Start-up für Kreislauf-Bioökonomie „Traceless Materials“ nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Deutschland für Aufsehen, indem es eine neue Alternative zu Plastik und Bioplastik präsentierte. Anne Lamp von der Universität Hamburg entwickelte Materialien aus rein natürlichen Inhaltsstoffen, die vollständig abbaubar sind und keine negativen Spuren in der Natur hinterlassen. Dies ist ein weiterer großer Schritt Hamburgs in Richtung einer ökologischen Zukunft, indem die Abhängigkeit von Plastik verringert und die Gesundheit des Planeten gefördert wird.

2022 erhielt das Unternehmen „Traceless“ den renommierten „Deutschen Gründerpreis“ in der Kategorie „Start-ups“, was seinen innovativen Ansatz und seinen bedeutenden Beitrag zur ökologischen Entwicklung bestätigte. Im Jahr 2023 erhielten die Gründer von „Traceless“ eine finanzielle Unterstützung in Höhe von etwa fünf Millionen Euro vom Bundesumweltministerium, die es dem Unternehmen ermöglichte, die Produktion seiner innovativen Materialien im Pilotmaßstab aufzunehmen. Sie verwandeln pflanzliche Abfälle aus Brauereien, Stärkefabriken und Ethanolverarbeitungsanlagen in natürliche Biogranulate, die mit Standardmaschinen für Kunststoffverarbeitung zu Verpackungsmaterial und Besteck verarbeitet werden.

Die vorgestellten Öko-Innovationen der Unternehmen „Recyclehero“ und „Traceless“ machen wichtige Fortschritte und bieten Hamburg und seinen Bewohnern die Möglichkeit, aktiv zur Reduzierung der Umweltbelastung der Stadt beizutragen und die Grundlagen für eine saubere und grüne Zukunft zu schaffen.
