Klima und Landwirtschaft in Hamburg

Hamburg, die pulsierende Hafenstadt an der Elbe, ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Urbanisierung und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Zwischen majestätischen Wolkenkratzern erstrecken sich grüne Parks und historische Wahrzeichen. Entlang der Kanäle blüht eine für das Stadtleben wichtige Landwirtschaft, die jedoch stark von den klimatischen Bedingungen abhängt.

Norddeutschland ist bekannt für sein besonderes Klima: trockene Sommer, häufige Regenfälle und milde Winter. In dieser Realität arbeiten die Hamburger Bauern, ständig bemüht, sich an die wechselnden Bedingungen anzupassen. Mehr dazu erfahren Sie im Folgenden hamburgname.

Das Hamburger Klima

Klimatische Bedingungen prägen die Entwicklung jeder Stadt und beeinflussen nicht nur den Alltag der Menschen, sondern auch die Wirtschaft. Hamburg bildet hier keine Ausnahme, wobei der Klimawandel die Landwirtschaft besonders stark beeinflusst. Diese Veränderungen zeigen sich deutlich in steigenden Temperaturen, einer Zunahme heißer Tage und extremen Wetterereignissen. Die Durchschnittstemperatur in der Metropole ist seit Beginn der Industrialisierung um 1 Grad Celsius gestiegen. All dies wirkt sich nicht nur auf die menschliche Gesundheit aus, sondern auch auf die Landwirtschaft. Langanhaltende Dürren und die schnelle Austrocknung der Böden bedrohen die Ernte, während heftige Regenfälle zu Bodenerosion führen und somit deren Fruchtbarkeit mindern.

Das Klima beeinflusst auch das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen. Der Klimawandel verschiebt den Beginn der Jahreszeiten: So führt beispielsweise ein Anstieg der durchschnittlichen Tagestemperatur zu einem früheren Austreiben der Knospen, was die Vegetationsperiode verlängert. In diesem Fall steigt jedoch auch das Risiko von Spätfrösten. Zudem führen klimatische Veränderungen zu intensiveren Dürren in Hamburg. Wassermangel beeinträchtigt die Stadtbäume und andere Grünflächen, was wiederum die jährliche Abholzungsrate erhöht.

Klima und Wetter wirken sich auch auf die landwirtschaftliche Produktion aus. Dies betrifft die Wahl der Kulturarten und -sorten, Aussaat und Anbau. Die Ernteerträge von Obstbäumen in Hamburg sind durch Spätfröste bedroht. Ein Beispiel hierfür ist die Apfelblüte. Tatsächlich hat sich in den letzten 70 Jahren der Beginn der Vegetationsperiode und der Apfelblüte in Hamburg immer weiter nach vorne verschoben. Solche Veränderungen beeinflussen nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Forstwirtschaft und den Gartenbau.

Landwirtschaft in Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist zwar kein Agrarland im herkömmlichen Sinne, doch rund 14.600 Hektar Fläche werden für Landwirtschaft, Gartenbau und Gemüseanbau genutzt. Die vielfältige Landschaft der Stadt beherbergt 591 Betriebe, die sich mit Landwirtschaft, Gartenbau und Obstanbau beschäftigen. Davon sind 263 Betriebe in der Grünlandwirtschaft tätig und bewirtschaften etwa 47 % der landwirtschaftlichen Fläche, 127 Betriebe widmen sich dem Anbau mehrjähriger Kulturen und 96 Betriebe dem Ackerbau.

Hamburg unterstützt seine Landwirte durch verschiedene Programme und Förderungen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Bauern haben zudem die Möglichkeit, sich zu Themen wie nachhaltige Entwicklung und die Einführung von Innovationen, wie Agroforstsystemen und dürreresistenten Kulturen, beraten zu lassen. Die Stadtpolitik sieht Belohnungen für Klima- und Umweltinitiativen vor. Die regionalen Produkte werden auf den beliebten Bauernmärkten in Altona und St. Pauli verkauft.

Klimaprojekte der Stadt

Klima und Landwirtschaft sind eng miteinander verbunden, weshalb verschiedene Initiativen zur Verbesserung der Arbeit bei Produktionsrisiken umgesetzt werden. Im Februar 2025 verabschiedete der Hamburger Senat eine Strategie zur Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels. Für die Landwirtschaft sieht diese Strategie vor, die Widerstandsfähigkeit der Betriebe gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen. Ein Beispiel ist das Projekt „HaLaGa“, das von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) finanziert wird und Unternehmen die Möglichkeit bietet, Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bewerten und zu identifizieren. Im Rahmen des Programms arbeiten landwirtschaftliche Betriebe mit der „BUKEA“ und dem „Climate Service Center Germany“ (GERICS) zusammen. Sie erarbeiten Anpassungspläne – von Hochwasserschutz bis hin zu Maßnahmen für Perioden extremer Temperaturen.

Darüber hinaus hat sich Hamburg 2023 neue Ziele gesetzt: eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 70 % und die Erreichung der Klimaneutralität bis 2045. Dabei werden Programme für Landwirte, die Tropfbewässerung und verschiedene klimaresistente Technologien nutzen, aktiv unterstützt, um die Abhängigkeit vom Wetter zu verringern.

Es gibt auch die Organisation „Heckenretter e.V.“, wo Freiwillige beim Anlegen von Hecken rund um Felder helfen. Dies fördert die Biodiversität und die Klimaresilienz landwirtschaftlicher Flächen. Auch andere Optionen werden entwickelt, um ideale Arbeitsbedingungen für die Betriebe zu schaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Klimawandel ernsthafte Bedrohungen für die Hamburger Landwirtschaft darstellen kann. Die Stadt begegnet diesen Herausforderungen jedoch aktiv und implementiert klimaresistente Technologien. Verschiedene Programme, die Unterstützung des Naturschutzes und Investitionen in nachhaltige Entwicklung tragen dazu bei, die Agrarwirtschaft der Stadt widerstandsfähiger gegenüber Wettereinflüssen zu machen. Langfristig ist es unerlässlich, in Landwirtschaft und Stadtplanung einzugreifen, um sie vor Überschwemmungen und Dürren zu schützen, denn der Klimawandel erhöht die Belastung nicht nur für Unternehmen und die menschliche Gesundheit, sondern auch für die Infrastruktur.

Quellen:

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