Wasserverschmutzung in der Elbe – eine Bedrohung für Hamburgs Wohlstand

Hamburg ist eine Hafenstadt, die an der Mündung der Elbe in die Nordsee liegt. Das Gewässer spielt eine wichtige Rolle im Leben der Stadtbewohner. Der Hafenkomplex mit seinem Lagerhausviertel bietet den Hamburgern Arbeitsplätze. Dank der Auslastung und des Umschlagsvolumens trägt der Hafen jedes Jahr erheblich zum Hamburger Haushalt bei. Die Elbe ist auch für ihre städtischen Strände und die beeindruckenden Aussichten bekannt, die von verschiedenen Stadtteilen aus genossen werden können. Leider gehört die Verschmutzung der Elbe zu den akuten ökologischen Problemen Hamburgs. Warum ist das so, und wie wird das Problem gelöst? Mehr dazu auf hamburgname.eu.

Geschichte

Hamburg wurde seit jeher als „Stadt am Wasser“ bezeichnet. Die Stadt liegt an einem Gewässer, das frische, feuchte Luft und ein angenehmes Klima bietet. Ohne die Elbe wäre Hamburg nicht die wirtschaftliche Kraft, die es heute ist. Sowohl sein finanzieller Wohlstand, seine multikulturelle Atmosphäre als auch die Lebensqualität seiner Einwohner verdanken Hamburg in hohem Maße der Elbe. Doch nach der Stadtgründung und der intensiven Industrialisierung verschlechterte sich die Wasserqualität der Elbe erheblich. Der Hauptgrund dafür ist die menschliche Aktivität.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in der Elbe zahlreiche giftige Abfälle und Verunreinigungen entdeckt. Abwässer wurden ungeklärt eingeleitet. Aufgrund der hohen Konzentration von Schwermetallen und anderen toxischen Substanzen wurde der Fischfang in Hamburg und den umliegenden Regionen eingestellt. Es herrschte ein Mangel an Trinkwasser, und in ländlichen Gebieten fehlte Wasser zur Bewässerung der Felder.

Umfangreiches Reinigungsprogramm für die Elbe

Anfang der 1990er Jahre wurde die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe gegründet. Initiatoren waren Deutschland und die Tschechoslowakei, und andere europäische Länder unterstützten die Idee. In Deutschland konzentrierten sich die Maßnahmen zunächst auf Hamburg, die Stadt am Ufer der Elbe. Die Kommission entwickelte einen klaren Aktionsplan und setzte ein umfangreiches Programm zur Reinigung der Elbe um.

Zunächst wurden die größten Verschmutzungsquellen beseitigt. Anschließend wurden Kläranlagen am Ufer errichtet oder modernisiert. Die Belastung durch industrielle Abwässer wurde erheblich reduziert. Anfang der 2000er Jahre begann in Hamburg der Fischfang wieder aufzuleben. Das Wasser der Elbe wurde wieder für die Bewässerung der Felder und die Gewinnung von Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung genutzt. Bis 2010 erreichte die Elbe fast den Zustand vor der Industrialisierung. Dennoch traten neue Probleme auf, die einer Lösung bedürfen.

Heutige Verschmutzungsprobleme

Das größte Problem der Elbverschmutzung ist heutzutage das Eindringen von Mikroplastik über Abwässer. Im Jahr 2021 wurden bei Messungen über zweitausend Plastikpartikel pro Kubikmeter Elbwasser festgestellt. Ein Teil des Mikroplastiks gelangt über städtische Abwässer in das Gewässer. Mikroplastik schadet sowohl dem Wasser als auch den Menschen, da es letztendlich sogar in unseren Speisen landet. Hamburg geht aktiv gegen dieses Problem vor.

Im Hafen gibt es moderne Kläranlagen, die speziell für die Filterung von Abwässern entwickelt wurden. Sie sind mit speziellen Sieben ausgestattet, durch die jährlich durchschnittlich etwa 40 Tonnen Wasser fließen. Leider können diese Siebe nicht sämtliches Plastik herausfiltern, sodass ein Teil weiterhin in die Elbe gelangt. Die Frage, wie dies vollständig verhindert werden kann, bleibt offen.

Eine weitere Verschmutzungsquelle ist die landwirtschaftliche Tätigkeit. Auf den Bauernhöfen und Feldern Hamburgs wird die Qualität der verwendeten Düngemittel streng kontrolliert. Dennoch gelangen einige Nitrate und Chemikalien durch den Boden ins Wasser. Landwirtschaftliche Aktivitäten tragen zudem zur Verbreitung gefährlicher Keime bei.

Hamburgs Behörden arbeiten an der Lösung der Reinigungsprobleme der Elbe. Bewusste Bewohner tun ebenfalls, was in ihrer Macht steht: Sie verzichten auf Plastik, trennen ihren Müll, beteiligen sich an städtischen Reinigungsarbeiten und unterstützen Umweltaktivisten.

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